Donnerstag, 28. Februar 2013

Stellungnahme



Am gestrigen 27.02.13 veröffentlichte die A.G.B (Antifaschistische Gruppe Braunschweig) ein mit „AStA der HBK“ unterzeichnetes Schreiben, bezugnehmend auf eine im Namen der A.G.B. getätigten Anfrage zur Bereitstellung von Räumlichkeiten in der HBK für eine Informationsveranstaltung zum Thema „Feminismus. Von Verhältnissen zu Kategorien“.
In dem vom AStA – Account versendeten Antwortschreiben an die A.G.B heißt es unter Anderem:

Die meisten von uns fühlen sich mit dem Titel „Feminismus“ unwohl. Mit dem Begriff assoziieren wir eine eher radikale Frauenbewegung, die die Diskriminierung von Männern nicht ausschließt.

Selbstverständlich betrachten wir Feminismus nicht als Diskriminierungsform, sondern als Notwendigkeit für antisexistische Praxis und eine emanzipatorische, befreite Gesellschaft, die auch wir als Ziel sehen!
Auch ist uns natürlich klar, dass Feminismus eine Bewegung ist, die durch männliche, patriarchale Unterdrückungsmechanismen entstanden ist – und nicht etwa umgekehrt.

Die Formulierungen in der an die A.G.B. gesendeten eMail sind kein Konsens, spiegeln nicht das Weltbild unseres AStAs wieder und waren nicht abgesprochen.

Insbesondere die hier genannte Veranstaltung arbeitet nicht mit Personalisierungen von gesellschaftlichen Verhältnissen, sondern damit wie die Ökonomie im Kapitalismus die Vergeschlechtlichung von Reproduktionsarbeit bedingt. Allein dieser Inhalt hätte leicht über virtuelle Suchmaschinen geprüft werden können und letztendlich auch müssen!

Das (weiße) Männer (i.d.R.) in unserer Gegenwartsgesellschaft gegenüber Frauen privilegiert sind, mehr Geld verdienen, bessere Positionen bekleiden und weniger Angst vor sexuellen und sexistischen Übergriffen oder gar sexualisierter Gewalt haben müssen ist keine Frage!
Wenn in diesem Kontext von Diskriminierung von Männern (oder männlich sozialisierten Personen) gesprochen wird ist das reaktionär und nicht tragbar.

Wir bedauern die in unserem Namen getroffenen Aussagen und werden entsprechende Aufarbeitung betreiben sowie Konsequenzen ziehen.

Vorstand des AStAs der HBK, 28.02.13.