Mittwoch, 26. März 2014

Today. / Not a single fuck was given. / Prokrastination und Gesellschaft.





Today I don't give a single f<3k - Hand aufs Herz. Wer von uns hat sich das nicht schon einmal gedacht, wenn es darum ging, ein eigenes Projekt zu beginnen, dieses zu verfolgen oder endlich eine Hausarbeit abzuschließen? Schließlich ist morgen auch noch ein Tag. Und übermorgen. Und überübermorgen. Der Abgabetermin ist ja auch noch ein Weilchen hin. Manche brauchen den Zeitdruck als Motivation.
Es gibt Semesterferien, in denen einige von uns das ganze sogar soweit hinauszögern, dass dann der letzte Schliff an besagter Arbeit noch am Morgen des Abgabetermins vorgenommen wird.
Kennt ihr das? Und? Habt ihr euch im Nachhinein darüber geärgert? Geschworen, dass beim nächsten Mal alles anders wird? Hats funktioniert?
Dieses Semester möchten wir uns in unserer Veranstaltungsreihe AStAs Choice genau diesem Thema widmen. Und zwar mit euch zusammen!
Für viele von uns ist das Aufschieben kleinerer und manchmal auch größerer Aufgaben schon Teil des Alltags geworden. Wir möchten den Ursachen für die sogenannte Prokrastination auf den Grund gehen. Gibt es ein generelles Problem, den inneren Schweinehund zu besiegen oder kann das Aufschieben sogar als ein Form von Protest gegen den immer stärker werdenden Druck einer Leistungsgesellschaft gesehen werden? Wir möchten uns mit euch auf einen Siegeszug gegen die Prokrastination begeben. Dazu gehört natürlich auch ein basales Verständnis zum Phänomen selbst mit dem wir die Problematik ganz praktisch angehen können. Wir möchten erfahren, ob und was für Auswirkungen das Motto Was du heute kannst besorgen, verschiebe lieber gleich auf morgen auf die Gesellschaft und natürlich uns selbst hat. Und letztendlich wir wollen wissen, ob es nicht vielleicht auch Möglichkeiten gibt, Prokrastination in etwas Positives zu verwandeln und diese Möglichkeiten auch praktisch umzusetzen.
In drei Blockterminen möchten wir daher Wissenswertes und Praktisches zu einem Projekt verbinden. Das große Ziel ist es, am Ende eine Lange Nacht der Studienarbeiten auf die Beine zu stellen - eine Aktion, die schon an einigen anderen Unis in Deutschland für positives Aufsehen gesorgt hat und in der es darum geht, eben einfach mal früher anzufangen, allerdings gemeinsam. Vielleicht auch, wenn man noch keinen richtigen Plan hat. Die Angst vor dem "weißen Papier", so glauben wir, ist nämlich auch ein Grund für viele von uns, das Anfangen, Weitermachen oder Vollenden auf morgen zu verschieben. Oder übermorgen...

x